gesundheit-heute.de » Krankheiten | Therapie » Neurologie » Gefäßbedingte Erkrankungen des Gehirns

Hirnvenen- und Hirnsinusthrombose



Häufigkeit

Hirnvenenthrombose undHirnsinusthrombose: Verschluss einer Gehirnvene oder eines großen venösen Blutleiters (Sinus) im Gehirn. Seltene Erkrankung, die entweder spontan, z. B. bei erhöhter Gerinnungsneigung des Bluts, oder als Komplikation einer eitrigen Entzündung im Kopfbereich auftritt. Das Krankheitsbild ist vielgestaltig und ähnelt mitunter einem Schlaganfall, entwickelt sich aber langsamer. Sofern keine Komplikationen auftreten, sind die Heilungsaussichten gut.

Leitbeschwerden

 

  • Zunehmende Kopfschmerzen
  • Häufig Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen
  • Möglicherweise Ausfälle, z. B. Lähmungen oder Gedächtnisstörungen
  • Möglicherweise Bewusstseinstrübung
  • Möglicherweise Krampfanfälle.

Die Erkrankung

Das Blut aus dem Gehirn wird über Gehirnvenen und über in der harten Hirnhaut verlaufende Blutleiter (Sinus) zurück zum Herzen geleitet. Wie andere Venen, so können auch die Venen im Gehirn von einem Verschluss (Thrombose) betroffen sein. Das Blut staut sich zurück, sodass der Druck im Gehirn ansteigt.

Eine Ursache von Hirnvenen- und Hirnsinusthrombosen sind schwere, sich ausbreitende Entzündungen aus dem Ohr- oder Gesichtsbereich (septische Form). Viel häufiger jedoch ist eine Sinusthrombose Folge einer bis dahin nicht bekannten erhöhten Blutgerinnung oder von Erkrankungen, die das Blut stärker gerinnen lassen als normal (blande Form). Auch Schwangere und Frauen, die die „Pille“ einnehmen, haben ein erhöhtes Risiko, insbesondere wenn sie gleichzeitig rauchen.

Das macht der Arzt

Die Diagnose wird heute durch spezielle CT- oder Kernspinuntersuchungen gestellt. Etablierte Behandlung bei der nicht entzündlichen Sinusthrombose (blande Form) ist die Hemmung der Blutgerinnung durch eine Heparininfusion, bei entzündlichen (septischen) Formen wird zusätzlich die Entzündung behandelt. Frauen, die eine Thrombose des Sinus oder einer anderen Hirnvene hatten, dürfen die „Pille“ und andere Hormonpräparate nicht mehr einnehmen.


09.06.2008 | Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Nicole Menche


Wir sind für Sie da

Öffnungszeiten

    Mo - Fr
    08:30 bis 18:30
    Sa
    08:30 bis 13:00

notdienste

Gesundheitshotline



Bonustaler



Sammeln Sie Bonustaler!

Nähere Informationen erhalten Sie direkt in der Apotheke.

News

Rüstig statt ranzig: Sport im Alter

Regelmäßiges Training hält jung. Deshalb sollte Bewegung auch im Alter nicht fehlen. Dabei dürfen ältere... mehr

Sind Linkshänder begabter?

Bei Linkshändern ist die rechte Hirnhälfte dominanter. Da die rechte Hirnhälfte unter anderem für... mehr

UV-Strahlen und Medikamente

Ob wegen einer akuten oder einer chronischen Erkrankung: Menschen, die Medikamente einnehmen, müssen sich... mehr

Herzinfarkt: Eigenes Risiko erkennen

Starke Schmerzen in der Brust und kalter Schweiß sind typische Symptome eines Herzinfarktes. Doch ein... mehr

Erste Hilfe bei epileptischem Anfall

Wenn ein Mensch einen epileptischen Anfall mit Verkrampfungen, Zuckungen oder starker Bewegungsunruhe... mehr

Kinderbetreuung

Babysitter und Tagesmütter ganz leicht finden – in Zusammenarbeit mit Betreut.de Kinderbetreuung

ApothekenApp

Die Körnebach-Apotheke auf Ihrem iPhone, iPad oder iPod: Einfach hier klicken, ApothekenApp gratis installieren und PLZ "44143" und "Körnebach-Apotheke" eingeben.
Mit Vorbestellfunktion, täglichen Gesundheitsmeldungen, Notdienstapotheken-Suche und vielem mehr.
Die ApothekenApp der Körnebach-Apotheke – die Apotheke für unterwegs.