Sport stärkt kranke Kinderherzen
Moderates Training für stabile Ausdauer
Herzkranke Kinder brauchen sich nicht schonen. Im Gegenteil: Regelmäßige Bewegung stärkt ihr Herz und ihr Selbstvertrauen. Darauf macht der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) anlässlich des „Tages des herzkranken Kindes“ aufmerksam.
Individuell abgestimmtes Trainingsprogramm
Treiben Kinder mit einem angeborenen Herzfehler Sport, dürfen sie sich nicht überanstrengen. „Im Vordergrund sollten zunächst Koordinationsübungen und weniger Wettkampfleistungen stehen“, rät der Kinderarzt Hermann Kahl. Zudem profitieren die Kinder, wenn ein Herzspezialist das Training begleitet. So können Eltern und Ärzte gemeinsam ein geeignetes Bewegungsprogramm entwickeln und das Trainingspensum langsam steigern. Ziel des Sports ist es, die Grundausdauer zu erhalten oder zu steigern. Nie aber sollten Übungen zu einem Sauerstoffmangel führen und so das Herz gefährden. Darüber hinaus existieren auch Sportgruppen, die spezielle Trainingsprogramme für herzkranke Kinder anbieten. Nach Angaben der „Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen“ existieren insgesamt 21 Kinderherzgruppen in 17 Städten.
Kinder lernen auf ihr Herz zu „hören“
Sport stärkt aber nicht nur das Herz der Kinder, sondern auch ihre sozialen Kompetenzen. „Neben den positiven gesundheitlichen Effekten verlieren herzkranke Kinder durch Sport in der Gruppe ihre Ängstlichkeit“, erklärt Karl. „Sie gewinnen an Selbstwertgefühl, knüpfen Kontakte zu Gleichaltrigen und lernen Selbstständigkeit“, sagt er weiter. Ein weiterer Vorteil des Trainings: Betroffene Kinder lernen, Warnzeichen wie Erschöpfung, Atemlosigkeit, Brustschmerzen, Herzklopfen oder Schwindel selbst zu erkennen. So können sie schließlich ihre eigenen Grenzen besser einschätzen.


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